Das Börsenlexikon für schnelles Wissen

Aktiengesetz

Das Aktiengesetz ist ein zusammenfassender Begriff für alle Gesetze, die sich mit der Geschäftsform der Aktiengesellschaft oder dem Vorgang des Handels mit Aktien befassen. Grundsätzlich ist das Aktienrecht ein Bestandteil sowohl des Gesellschaftsrechts als auch des Finanzrechts. Unter Gesellschaftsrecht versteht man alles, was sich mit privatrechtlichen Personenvereinigungen beschäftigt. Finanzrecht ist als Teil des öffentlichen Rechts die Summe aller Gesetze rund um Staatshaushalt, Finanzen, Geld und Wertpapiere. Das deutsche Aktiengesetz (AktG) umfasst alle Regelungen, die für die Entstehung, Verfassung, Rechnungsstellung, Hauptversammlungen und Liquidation der Aktiengesellschaften sowie der Kommanditgesellschaften auf Aktien notwendig sind.

Die Löcher im Aktiengesetz reichen auch für die großen Fische

Auch das deutsche Konzernrecht wird im Rahmen des Aktiengesetzes umfassend geregelt. Alle Rechte und Pflichten der Gesellschaften, die auf Aktien begründet sind, werden im Aktiengesetz festgelegt. Das Aktiengesetz enthält daneben auch Vorschriften zu Strafen und Bußgeldern, so dass es sich zusätzlich um ein sog. Nebenstrafrecht handelt. Diese Vorschriften sind somit ein relevanter Teil im Wirtschaftsstrafrecht. Das Aktiengesetz beinhaltet Regelungen zur Gründung der Aktiengesellschaft sowie zu den Rechtsverhältnissen der Aktionäre und der Gesellschaft. Auch die Richtlinien zum Erstellen einer Verfassung der Aktiengesellschaft finden sich im Aktiengesetz. Das Aktiengesetz regelt darüber hinaus auch die Art und Form der Rechnungslegung sowie die Verwendung der Gewinne und natürlich sind auch Art und Weise von Satzungsänderungen im Aktiengesetz verankert. Regelungen über Kapitalerhöhung bzw. –beschaffung oder auch das Verringern des Grundkapitals einer AG sind im Aktiengesetz ebenso festgelegt wie Vorschriften zur Auflösung einer AG. Auch die besondere Form der Kommanditgesellschaft auf Aktien wird umfassend definiert und Beschlussmöglichkeiten im Rahmen der Hauptversammlungen werden diskutiert. Das Aktiengesetz regelt Unternehmensverträge und Verantwortlichkeiten, insbesondere in Bezug auf die Abhängigkeit von Unternehmen. Geregelt werden auch die Eingliederungsmöglichkeiten von Gesellschaften, wechselseitig beteiligte Unternehmen sowie die Leistungsmacht. Insbesondere die Beteiligung von Gebietskörperschaften erfordert spezielle Vorschriften, die im Rahmen des Aktiengesetzes näher ausgeführt werden. Ein wichtiger Teil des Aktiengesetzes sind die Vorschriften zu Strafen und Bußgeldern, die heute einen wesentlichen Teil des sog. Wirtschaftsstrafrechts darstellen. Grundsätzlich ist das Aktiengesetz ein Teil des Handelsrechts und wird sehr häufig, meist jährlich, nachgebessert und geändert. Die heutige Gesetzesstruktur beruht auf der Neufassung vom 1. Januar 1966 und basiert ursprünglich auf einem Gesetz von 1967. Das Aktiengesetz wird umfassend ergänzt durch die Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Finden Sie eine Rechtsschutzversicherung günstig im Internet.
Similar Posts: